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Nichts Ungewöhnliches aber selten

Was ist, wenn wir weit außerhalb des Gleitbereichs zu unserem Flugplatz fliegen, auch keine anderen Flugplätze mehr erreichbar sind und die Aufwinde plötzlich komplett weg sind? In dieser ganz besonderen Lage müssen wir uns einer Situation stellen, die wohl niemand mit großer Routine meistern kann, denn dazu kommt sie zu selten vor: Die Landung in einem Acker. Sinkt unsere Flughöhe auf unter 500 m, sollten wir immer einen passenden Acker im Auge haben, auf dem wir landen können. Wenn es uns jetzt nicht mehr gelingt, wenigstens noch einen kleinen Aufwind zu finden, müssen wir eben "runter gehen". Wie aus heiterem Himmel erscheint dann plötzlich ein Segelflugzeug über dem in der Luft ausgewählten Acker, dreht für die Landeeinteilung noch ein paar Kurven, sinkt kontrolliert tiefer und tiefer, um dann schließlich sanft in den Acker hinein zu rauschen. Segelflugzeuge sind so konstruiert, dass sie eine Ackerlandung unbeschadet überstehen. Innerhalb von Minuten sind oft die ersten Schaulustigen an der Landestelle. Mitunter dauert es länger, bis wir hinreichend erklärt haben, dass wir nicht etwa abgestürzt, sondern bloß wegen fehlender Aufwinde hier gelandet sind. Nachdem wir am Flugplatz Bescheid gesagt haben, fahren ein paar Leute los, um uns abzuholen. Es dauert nur wenige Minuten, dann ist das Segelflugzeug demontiert, in seinem Transportanhänger verschwunden und wir sind wieder auf dem Weg zurück zum Flugplatz - leider auf der Straße und nicht mehr in der Luft. Wenn es zu diesen seltenen Landungen außerhalb des Flugplatzes kommt, stört das niemanden. Am meisten ärgern sich ohnehin diejenigen, die eine Außenlandung machen müssen, schließlich mag ja niemand gerne "absaufen", wie es so heißt.